Fragen & Antworten

Welche Vorteile bietet dieses System?
  • Dadurch, dass keine Knochenaufbauten notwendig sind, ist die Behandlung deutlich kürzer und es besteht ein geringeres Risiko für Schwellungen oder postoperative Komplikationen.
  • Durch die direkt festsitzende provisorische Versorgung werden keine schlecht sitzenden, herausnehmbaren Provisorien benötigt. Somit können keine Druckstellen entstehen und Sie können direkt wieder richtig Ihr Essen genießen.
  • Das Konzept ermöglicht eine gaumenfreie Gestaltung der Brücke im Oberkiefer, so dass es zu keiner Beeinträchtigung der Sprache und des Geschmacks


Ist die Behandlung ist für mich geeignet?

Das Konzept kann angewendet werden wenn sie eine festsitzende Zahnversorgung wünschen und ihr Kiefer unbezahnt ist oder alle restlichen Zähne entfernt werden müssen weil sie nicht erhaltungswürdig sind.


Ich nehme blutverdünnende Medikamente ein. Ist dennoch eine Behandlung nach diesem Konzept möglich?

Die Methode kann in Absprache mit Ihrem behandelnden Hausarzt auch bei der Einnahme blutverdünnender Medikamente durchgeführt werden, insbesondere wenn sie minimalinvasiv durchgeführt wird. In Abhängigkeit Ihrer individuellen Situation kann sie ggf. ohne eine Umstellung oder ein Absetzten der Medikamente durchgeführt werden.

Worauf muss ich achten, damit meine Versorgung langfristig funktioniert?

Die Art der Versorgung erfordert es, dass die Prothese dreimal pro Jahr abgenommen, kontrolliert und gereinigt werden muß. Einmal jährlich sollten Röntgenaufnahmen der Implantate zur Kontrolle angefertigt werden. Dies kann durchaus auch Ihr Hauszahnarzt übernehmen.

Was passiert in dem unwahrscheinlichen Fall, dass ein Implantat Probleme verursacht?

Probleme treten in den meisten Fällen während der Einheilphase mit der provisorischen Versorgung auf. In diesen Fällen wird das entsprechende Implantat entfernt und nach ca. 8 Wochen ein neues Implantat eingesetzt. Ihre Behandlungskosten bleiben für Sie gleich und werden nicht erhöht.


Wie hoch sind die Kosten für eine solche Versorgung?

Da die Knochensituation und die dadurch benötigte Anzahl von Implantaten sehr individuell sind, erstellen wir Ihnen nach dem Beratungstermin einen detaillierten Heil- und Kostenplan, welche wir auch garantiert nicht überschreiten werden.

Durch Zuschüsse Ihrer gesetzlichen Krankenkasse oder einer privaten Zusatzversicherung kann sich Ihr Eigenanteil erheblich reduzieren.

Für die erste Phase der Behandlung inkl. der provisorischen, festsitzenden Versorgung entstehen hierbei erfahrungsgemäß Kosten in Höhe von 7500€ je Kiefer.

Detaillierte Informationen über die Kosten erhalten Sie hier

Gibt es Langzeiterfahrungen mit dem System?

Die Methode ist bereits vor 15 Jahren entwickelt worden und seither kontinuierlich weiterentwickelt worden. Inzwischen sind weltweit schon mehrere tausend Patienten nach diesem Konzept behandelt. Aktuelle klinische Studien konnten eine Implantatüberlebenswahrscheinlichkeit von 95-97 % nachweisen. Somit ist der Erfolg dieses Systems wissenschaftlich belegt.  

Wie ist der zeitliche Ablauf einer solchen Behandlung?

Die Behandlung ist so strukturiert, dass sie in fast allen Fällen in ca. 4 Terminen durchzuführen ist. Der Erste Termin besteht aus der Untersuchung und der persönlichen Beratung. Anschließend wird Ihnen der Heil- und Kostenplant ausgehändigt. Beim 2. Termin erklären wir Ihnen detailliert den Ablauf der Operation, erläutern Ihre Fragen und Nehmen Abdrücke Ihres Kiefers. Anschließend vereinbaren wir gemeinsam mit Ihnen einen Termin an dem der Eingriff stattfinden soll (3. Termin). Etwa eine Woche nach dem Eingriff ist Ihr 4. Termin an dem die Fäden entfernt und sie in die Implantathygiene eingewiesen werden.

Einen detaillierten Ablaufplan erhalten sie hier.

Welche Möglichkeiten gibt es für die langfristige Versorgung?

Die provisorische Sofortversorgung besteht aus Kunststoff und wird unmittelbar nach dem Eingriff eingegliedert. Durch die sich während der Einheilphase verändernden Schleimhautverhältnisse verliert dieser Zahnersatz immer mehr die optimale Anlagerung an die Schleimhaut. Daher ist nach Abschluss der Einheilung eine langfristige Versorgung notwendig.

Möglichkeiten einer langfristigen Versorgung sind beispielsweise CAD-CAM Titanmetallgerüste mit vollkeramischen Einzelzähnen oder ästhetischen Kunststoffzähnen. Die Art der Versorgung richtet sich nach Ihren individuellen ästhetischen Wünschen und nach der Bezahnung oder der bestehenden prothetischen Versorgung im Gegenkiefer.

Welche Möglichkeiten besteht für Angstpatienten eine solche Versorgung durchzuführen?

Für Angstpatienten bieten wir die Möglichkeiten eine solche Betäubung in Vollnarkose oder in einer Analgosedierung (Dämmerschlaf) durchzuführen. Hierfür steht Ihnen unserer erfahrene Anästhesistin Frau Dr. Perner mit Ihrem kompetenten Team zur Seite. Sie wird mit Ihnen gemeinsam in einem Gespräch die für Ihren individuellen Fall beste Alternative auswählen.

Welche Risiken bestehen bei diesem Konzept?

Das Konzept beinhaltet die gleichen Risiken wie eine konventionelle Implantatbehandlung.

  • Medikamente mit einer Wirkung auf den Knochen, beispielsweise Bisphosphonate können je nach Art der Einnahme und des angewendeten Wirkstoffs problematisch sein. Dies werden wir aber bei unserem Beratungsgespräch mit Ihnen und ggf. mit Ihrem Hausarzt individuell abklären.
  • Rauchen ist unabhängig von der geplanten implantologischen Versorgung nicht die optimale Voraussetzung für eine dauerhafte Haltbarkeit. In diesen Fällen ist eine regelmäßige Kontrolle und Prophylaxe von entscheidender Bedeutung.
  • Bei Patienten die eine Bestrahlungstherapie im Kopfbereich erhalten haben, sollten diese für mindestens ein Jahr abgeschlossen haben.
  • Diabetes mellitus Patienten (Zuckerkrankheit) haben bei einer guten Einstellung kein besonders hohes Risiko bei einer solchen Behandlung. Auch ein erhöhtes Lebensalter stellt kein Risiko dar.

Ihr individuelles Risiko werden wir beim Beratungsgespräch ggf. in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt abklären und mit Ihnen besprechen.

Was muss vor dem Eingriff beachtet werden?

Bei unserem zweiten Termin werden wir Ihnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch die Verhaltensregeln vor und nach dem Eingriff erläutern. Ebenfalls erhalten Sie ein kurzes Merkblatt auf dem die wichtigsten Punkte noch einmal schriftlich zusammengefasst sind. Vor Eingriffen in Vollnarkose oder Dämmerschlaf erfolgt zusätzlich noch eine Besprechung mit unserer Anästhesistin Frau Dr. Perner.

Kann man die Methode auch minimalinvasiv durchführen?

Die Methode wird dreidimensional digital vorgeplant. Nach dieser Planung kann eine Operatiosschablone erstellt werden, die es ermöglicht die Implantate minimalinvasiv einzubringen. Dies verringert den Umfang des Eingriff wesentlich und senkt das Risiko von postoperativen Schwellungen und Schmerzen. Die Anwendung einer Operationsschablone ist nicht bei allen Fällen möglich. Sprechen Sie uns während des ersten Beratungsgesprächs auf diese Möglichkeit an. Wir werden Ihnen dann Ihren individuellen Nutzen und die Mehrkosten detailliert erläutern.


Woraus besteht die dreimal jährliche Prophylaxe?

Um einen langfristigen hohen Tragekomfort zu gewähren und einen langen Erhalt der Implantate zu erreichen sind regelmäßige Implantatprophylaxen erforderlich. Diese sollten dreimaljährlich erfolgen.

Die Prophylaxe besteht aus:

  • Abnahme des festsitzenden Zahnersatzes
  • Messung der Zahnfleischtaschen
  • Reinigung und Entfernung von Zahnbelägen an den Implantaten und dem Zahnersatz
  • Alle 1 bis 2 Jahre sollte ein Röntgenbild der Implantate angefertigt werden.